Der besondere Oberton-/ Kehlkopfgesang

Höömiin talaar – Khoomi Obertongesang

Eine besondere Gesangsart – entstanden in der Einsamkeit der Vierhüter in der Steppe. Dort wurden Melodien über Bauchraum, Kehlkopf und Stimmbänder in einmalige Klangresonanzen gebracht. Frau Usukhjargal, die Sängerin, ist eine von nur drei Frauen in der Mongolei, die diesen Khoomi beherrschen – sonst wird er von Männern gesungen.
Dieses Lied handelt von einem Jungen, dessen Lieblingspferd gestorben ist. Er ist sehr traurig und als Andenken schnitzt er aus einem Knochen seines Pferdes einen Pferdekopf (Ebenbild) den er auf seine Geige montiert. So ist auch nach der Legende die Pferdekopfgeige entstanden.

Der Khöömii ist eine imitative Vokaltechnik und die Besonderheit besteht darin, dass der Ton ein einziger lang gedehnter summender Grundton ist, über welchen sich die Melodie zu großen Höhen erhebt. Der Ton des Gesanges wird durch gezieltes Ausströmen der Atemluft hervorgerufen Geformt wird der Ton durch die veränderte Position der Zunge, des Gaumensegels, des Kehldeckels und Verformung der Mundhöhle. Bei einigen Arten wird der Ton noch zusätzlich durch die Kontraktion und Ausdehnung der Hals- und Bauchmuskeln geformt und so in seiner Klarheit verbessert. Diese Atemtechnik des Obertongesanges beansprucht stark die Stimmbänder, den Kehlkopf und das Zwerchfell. Ein guter Khuumiin-Sänger singt Minnesänger, ohne die Lippen zu bewegen.

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