Die Musikinstrumente

Morin Khuur – die Pferdekopfgeige

Die Morin Khuur oder Pferdekopfgeige ist eine hölzerne Kniegeige mit einem geschnitzten Pferdekopf als Abschluss des Halses. Die zwei Saiten, mit denen der eckige Korpus bespannt ist, bestehen aus Pferdeschweifhaaren und werden mit einem aus Holz und Pferdeschweifhaaren gefertigten Bogen gestrichen.

Morin Khuur ist das wichtigste Instrument der Mongolen und gilt als Nationalsymbol der Mongolei.

Traditionell werden die beiden Saiten in eine Quinte gestimmt; bei den Aufführungen moderner Musik aber häufig auch in eine Quarte. Andere Tonhöhen greift der Musiker mit den Fingern in dem er die jeweilige Saite entweder zwischen Zeige- und Mittelfinger oder zwischen Ringfinger und kleinen Finger einklemmt.

Der Klang der Pferdekopfgeige ist weich im Ansatz und dynamisch in der Färbung. Der Tonumfang liegt etwas zwischen der europäischen Bratsche und dem Violoncello. Die Mongolen erinnert der Klang an den Wind in der Steppe und das Wiehern ihrer Pferde.

Die Shudraga – Schlangenhautlaute

Bei der mongolischen Shudraga (ausgesprochen Schudrag) handelt es sich um eine langhalsige, aus Bambusholz gefertigte Schlangenhalslaute, deren ovaler Klangkörper (Korpus) auf der Vorder- und Rückseite mit Schlangenhaut überzogen ist. Das Instrument hat drei Saiten (kleine g, d´ und g´) die an einem durch den Korpus gesteckten Stab befestigt sind. Angeschlagen oder gezupft werden die Saiten mit den Fingern oder mit einem Plektrum. Der Name Shudraga bezeichnet die ursprüngliche Spielweise des Instruments: eine "streichende“ Form des Anschlagens der Saiten mit der ganzen Hand. Da die Töne des Instruments nur wenig nachklingen, wird jede Note meist mehrmals angeschlagen. Die Shudraga hat einen leicht metallischen Klang, vergleichbar mit dem eines Banjos.

Die Shudraga und die Doombor (Schlangenhautlaute und Langhalslaute) stammen von der unter C) beschriebenen Tovshuur ab.

Khun tovshuur – Tovshuur – Schwanenhalslaute (Saiteninstrument)

Die „Khun tovshuur“ ist ein zweisaitiges lautenartiges Saiteninstrument, ähnlich der tuvanischen, altaischen und kasachischen Laute. Korpus und Hals werden aus Zedernholz geschnitzt.

Der Korpus wird oft mit weichem Leder von Wildtieren, Kamel- oder Ziegenfell überzogen. Die Saiten sind aus Pferdeschweifhaaren gewunden. Die beiden Saiten werden im Abstand einer Quarte gestimmt.

Die Westmongolen verwenden diese Laute zur Begleitung von „tuuli“ (heroisch-epische Sagen) und „magtaal“ (Loblieder).

Die Limbe – Querflöte (Blasinstrument)

Das Instrument wird häufig verwendet zur Begleitung, gelegentlich auch als Soloinstrument. Früher wurde sie aus Bambus oder Holz gefertigt; heute meist aus Kunststoff – vor allem die aus China importierten Instrumente. Diese Flöte (Querflöte) ist mit den Nomaden Zentralasiens eng verbunden.

Das Instrument ist 64 cm lang und hat neuen Bohrungen, davon eine Blasöffnung und zwei für das Stimmen. Gespielt wird es oft mit Zirkuläratmung und der Sound widerspiegelt das Gehörte aus der Natur oder den Klang der Unterwelt – des Lebensraumes.

Yochim – Hackbrett

Ist ein Saiteninstrument das ursprünglich aus China stammt (aus der Ming Dynastie 1368 bis 1644). Das Instrument war nur den Städtern bekannt und wurde meist nur dort bzw. auf den Musikhochschulen gespielt.

Bomber – Trommel

Diese kleine Trommel ist auf beiden Seiten mit Tierhaut bespannt und wird mit zwei Trommelstöcken gespielt.

Ikh Khuur – Bassgeige

Die große Geige ist das wichtigste Instrument im modernen Volksmusik-Orchester für die Odenbegleitung. Sie wird wie ein europäischer Kontrabass im Stehen gespielt. Die Form gleicht der kleinen Pferdekopfgeige.

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